Wir haben verschiedene Möglichkeiten um einander in schwierigen Lebenssituationen beizustehen. Ein ermunterndes Wort am Krankenbett, ein hoffnungsgebendes Gespräch in auswegloser Situation, ein Besuch im Krankenhaus oder auch ein Umarmen in dramatischen Lebenseinbrüchen. Die Krankensalbung ist eine Zuwendung Gottes, wo wir gesalbt werden und Gott angerufen wird:

„Gib mir Kraft, schenk mir Hoffnung, ich vertraue ganz auf deine Zusage!“

Wir laden herzlich ein, ob alt oder jung, das Sakrament der Krankensalbung zu empfangen um wieder mit Mut und Zuversicht den Weg des Lebens zu gehen.





Gemeinsam im Dialog mit Gott für einen lieben Menschen

Christen sind im Gebet im Dialog mit Gott und lassen sich von Gott ermutigen und bestärken, aufbauen und tragen !
Im Gebet begegne ich Gott. Beim Beten stehe nicht ich mit meinen Sorgen und Problemen im Mittelpunkt, sondern Gott, mein und unser Vater. Er nimmt mich an, weil er mich liebt, und gibt, worum ich ihn bitte. Wenn ich mich ihm nur offen und ehrlich anvertraue. Je mehr ich mich Gott, dem Herrn, öffne und ihn in mir wirken lasse, desto mehr kann er mir helfen und mich heilen.

Wir Menschen werden in unserem Leben auch daran erinnert, dass wir auf der einen Seite ängstlich, verletzlich und immer auch angewiesen sind auf die Hilfe anderer. Warum nicht auch auf Gott? Die Krankheit des Leibes und der Seele zeigt uns Menschen, wie verletzlich wir tatsächlich sind!

Auf der anderen Seite lebt in uns die Ahnung von Stärke, Freiheit, Freude, Liebe und Unsterblichkeit. Diese Wirklichkeit sollen wir niemals vergessen im Leben dieser Welt.

Und darum glauben Christen, dass das Gebet in Gemeinschaft Orientierung schafft.

Gebete in der Zeit der Krankheit für Kranke und Angehörige und Freunde. Als auch stellvertretendes Gebet für Kranke, die nicht mehr beten können.

Herr, richte mich auf
Herr, du sagst mir:
Komm zu mir,
wenn du dich abmühst
und Lasten schleppst,
ich werde dir Ruhe verschaffen.
Du versprichst mir Ruhe für Leib und Seele.
Du willst nicht herrschen, sondern dienen,
du willst nicht haben, sondern geben.

Herr, befreie mich von allem, was mich bedrückt.
Heile meine Wunden, Ängste und Schmerzen.
Richte mich auf, dass ich froh in die Zukunft blicken kann.
Geh du mit mir und lass mich teilhaben an deiner Ruhe.
Lass mich lernen von dir, denn du bist gütig und
demütig von Herzen.

Barmherziger Gott, ich vertraue auf dich.
Du bist gütig und menschenfreundlich.
Deine Liebe zu mir erkenne ich daran,
dass dein Sohn zu uns als Heiland kam.

Er hat Kranke geheilt, Bedrückte aufgemuntert,
Lebensperspektiven eröffnet.
Seinetwegen vertraue ich auf dich und bitte:
Sende Hilfe im Namen deines Sohnes!
Vermehre Vertrauen und Hoffnung !
Festige Geduld und Ausdauer!
Mach dankbar für jeden hilfreichen Handgriff,
für jeden verständnisvollen Blick,
für jedes aufrichtende Wort !
Komm du selbst in die Schwachheit hinein
mit deiner Stärkung !
Dein Erbarmen kennt keine Grenzen.
(aus: www.kamillianer.at)

Fürchte dich nicht
Wer im Schutz des Höchsten wohnt
Und ruht im Schatten des Allmächtigen,
der sagt zum Herrn: „Du bist für mich Zuflucht und Burg,
mein Gott, dem ich vertraue.“
Er beschirmt dich mit seinen Flügeln,
unter seinen Schwingen findest du Zuflucht.
Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht
nicht zu fürchten,
noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt.
Denn er befiehlt seinen Engeln,
dich zu behüten auf all deinen Wegen.
Sie tragen dich auf ihren Händen,
damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.
(aus: Psalm 92)

Du weißt den Weg
In mir ist es finster, aber bei dir ist Licht;
ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht;
ich bin kleinmütig, aber bei dir ist die Hilfe;
ich bin unruhig, aber bei dir ist Frieden;
in mir ist Bitterkeit, aber bei dir ist Geduld;
ich verstehe deine Wege nicht,
aber du weißt den rechten Weg für mich.
(Dietrich Bonhoeffer)

Gott allein genügt
Nichts soll dich ängstigen,
nichts dich erschrecken !
Alles vergeht:
Gott, er bleibt derselbe.
Geduld erreicht alles.
Wer Gott besitzt,
dem kann nichts fehlen.
Gott allein genügt.
(Teresa von Avila, In langer Krankheit.)

Bittgebet um Kraft
Ich bitte dich, Herr, um die große Kraft
Diesen kleinen Tag zu bestehen,
um auf dem großen Weg zu dir
einen kleinen Schritt weiterzugehen.
(Ernst Ginsberg)

Litanei für die Kranken

V: Herr, erbarme dich unser.
A: Herr, erbarme dich unser.

V: Wenn ich krank bin,
A: bleibe bei mir, wenn ich traurig bin,
wenn ich müde bin,
wenn ich schwach bin,
wenn ich einsam bin,
A: Herr, erbarme dich unser.

V: Wenn meine Kräfte schwinden,
A: bleibe bei mir,
wenn meine Hoffnung schmilzt,
wenn mein Vertrauen klein wird,
wenn mein Glaube bricht,
wenn meine Angst groß wird,
A: Herr, erbarme dich unser.

V: Wenn ich kraftlos bin,
A: bleibe bei mir,
wenn ich verzagt bin,
wenn ich hilflos bin,
wenn ich trostlos bin,
wenn ich sterbenskrank bin,
A: Herr, erbarme dich unser.

V: Wenn ich weine,
A: bleibe bei mir,

wenn ich zittere,
wenn ich klage,
wenn ich schreie,
wenn ich zu dir bete,
A: Herr, erbarme dich unser.

V: Wenn ich zu dir komme,
A: bleibe bei mir,
wenn ich mich dir anvertraue,
wenn ich auf dich hoffe,
wenn ich bei dir Schutz suche,
wenn ich meine Sorgen auf dich werfe,
A: Herr, erbarme dich unser.

V: Wenn ich an dich glaube,
A: bleibe bei mir,
wenn ich zu dir rufe,
wenn ich mich an dich halte,
wenn ich mich in deine Hände begebe,
weil du mein Gott bist,
A: Herr, erbarme dich unser.

Alle
Bleibe bei uns, Herr,
denn es will Abend werden,
und der Tag hat sich geneigt.
Bleibe bei uns am Abend des Tages,
am Abend des Lebens, am Abend der Welt.
Bleibe bei uns und bleibe bei mir.
Amen.

(Josef Hinterberger, verfasst anlässlich des Welttags der Kranken 2013)

Fürbitten für kranke Menschen und ihre Helfer

Vater im Himmel, dein Sohn Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um den Menschen zu helfen und sie zu heilen. Durch ihn wissen wir, dass du uns deine Gaben nicht versagst, wenn wir darum bitten. Sieh die Gefahren und Nöte, die uns bedrängen, und höre unser Gebet:

Wir bitten für alle Kranken in ihren Wohnungen, in Krankenhäusern, Sanatorien und Pflegeheimen.
Für alle, die krank sind an Seele und Geist, ob sie mit uns zusammenleben oder in Heilstätten betreut werden.
Für die, deren Persönlichkeit angeschlagen ist durch Medikamente, Genussmittel und Rauschgift.
Für die, die vom Erwerbsleben überfordert sind, und für alle, die unter Hektik und Stress leiden.
Für alle, die ihre Gesundheit ruinieren durch unverantwortlichen Verschleiß ihrer Kräfte im Beruf und in der Freizeit.
Für die, die sich und anderen im Übermaß Leistung und Erfolg abverlangen.
Für alle Ärzte und Heilkundigen und für jene, die in Pflegeberufen anderen dienen.
Für alle, die ihre Kräfte gebrechlichen Menschen widmen und Sterbenden beistehen.
Für alle, die Behinderte betreuen und an ihrer Eingliederung in die Gesellschaft mitarbeiten.
Für alle, die sich derer annehmen, die nicht mehr im vollen Besitz ihrer geistigen Kräfte sind.
Gott, unser großer Heiler, dir vertrauen, dienen und danken wir durch deinen Sohn Jesus Christus.
Amen. (aus: Liturgische Kommission der Diözese Rottenburg-Stuttgart)

(aus: Liturgische Kommission der Diözese Rottenburg-Stuttgart)

Bleibe bei mir

Herr,
ich kann nichts mehr ausrichten,
doch du richtest mich auf.

Ich kann nichts mehr bewegen,
jetzt bist du der Weg.

Ich kann nichts mehr geben,
du gibst dich her für mich.

Ich kann nichts mehr tun,
du tust alles für mich.

Bleibe bei mir am Abend dieses Tages,
am Abend des Lebens,
am Abend der Welt.

Amen.

(aus: www.kamillianer.at)