Mit dem Empfang des Sakraments der Firmung ist die Initiation vollständig: der Mensch ist ganz in die Gemeinschaft mit Jesus Christus in der katholischen Kirche aufgenommen.

Wichtige Infos !

Alle Termine rund um die Firmung (Vorbereitung, Gottesdienste, etc.) finden Sie in unserem Terminkalender oder nochmal zusammengefasst hier -> Termine zur Firmung
Susanne Jakel
Beauftragte für Jugendpastoral | Jugendleiterin
+43 664 1336941
susanne.jakel@dioezese-linz.at

Für viele Menschen, die bereits als Kleinkind getauft wurden und im Volksschulalter die Erstkommunion gefeiert haben, ist die Firmung die erste reife, persönliche Entscheidung für ein christliches Leben. Deshalb spricht man beim Sakrament der Firmung auch vom "Erwachsenwerden im Glauben".

In den orthodoxen Kirchen wird die Firmung unmittelbar nach der Taufe, also noch vor der Eucharistie, gespendet. Die Firmung direkt nach der Taufe ist in der katholischen Kirche lediglich bei erwachsenen Täuflingen üblich nach dem Vorbild der Urkirche, in der die Erwachsenentaufe zur Normalität gehörte. Gläubige, die als Säuglinge getauft wurden, empfangen die Firmung bei "Erreichen des Vernunftgebrauchs". Sie wird durch einen Bischof als Nachfolger der Apostel, der den Heiligen Geist herabruft, gespendet. Das Vorbild für die Feier der Firmung findet sich im Neuen Testament:

Als die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, schickten sie Petrus und Johannes dorthin. Diese zogen hinab und beteten für sie, sie möchten den Heiligen Geist empfangen. Denn er war noch auf keinen von ihnen herabgekommen; sie waren nur auf den Namen Jesu, des Herrn, getauft. Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist.
(Apg 8,14-17)

In Österreich können Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr das Sakrament der Firmung empfangen. Die Dauer der Vorbereitungszeit ist von Pfarre zu Pfarre verschieden. In Mondsee beginnt die Firmvorbereitung bereits im Dezember mit der persönlichen Anmeldung des Kandidaten zur Firmung bei unserer Jugendleiterin. Die Firmung wird in der Regel zwischen Ostern und Pfingsten des darauffolgenden Jahres gespendet. Bitte nehmen Sie rechtzeitig Kontakt zur Pfarrkanzlei Ihrer Heimatpfarre auf, um die konkrete Vorgehensweise vor Ort zu erfragen und sich anzumelden.

Erwachsene, die sich firmen lassen wollen, wenden sich bitte an einen katholischen Seelsorger. In der Regel wird das der Pfarrer ihrer Heimatgemeinde sein, es können aber auch ein Diakon oder andere pastorale MitarbeiterInnen Ihres Vertrauens sein. Die SeelsorgerInnen werden Sie auf Ihrem Weg der Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung begleiten bzw. Sie an eine Vorbereitungsgruppe verweisen.

DIE FEIER

Üblicherweise wird die Firmung von einem Bischof – als Nachfolger der Apostel – gespendet. Wo dies nicht möglich ist, kann die Firmung auch von einem Priester gespendet werden, allerdings bedarf es hierzu einer gesonderten Beauftragung durch den Diözesanbischof. In den Ostkirchen ist durch die Kopplung von Taufe und Firmung jeder Priester bevollmächtigt das Sakrament der Firmung zu spenden.

Die Firmung selbst wird in der Regel im Rahmen einer Heiligen Messe gespendet. Nach einem Eröffnungsgebet und der Erneuerung des Taufversprechens, breitet der Bischof – oder sein Vertreter – die Hände über die Firmlinge aus und betet für die Herabkunft des Heiligen Geistes und die Vermittlung der Gaben des Heiligen Geistes. Danach legt er jedem Firmling einzeln die rechte Hand auf und zeichnet mit Chrisam, einem geweihten Salböl, ein Kreuz auf dessen/deren Stirn. Dazu spricht er: "N., sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist." Während der Firmung steht der/die Firmpate/in hinter dem Firmling und legt ihm/ihr die rechte Hand auf die Schulter als Zeichen der Begleitung und des Beistandes im Übergang zum vollen Christsein.

Die 7 Gaben des Heiligen Geistes gehören zum festen Bestandteil jeder Firmvorbereitung.

Die 7 Gaben des Heiligen Geistes gehören zum festen Bestandteil einer jeden Firmvorbereitung. Firmbegleiter stehen jedoch oft vor dem Problem, wie sie dieses Thema den Jugendlichen näherbringen sollen, ohne dass es bei einer reinen schulischen Wissensvermittlung oder beim Auswendiglernen aller sieben Begriffe bliebe. Mal ganz am Rande: Können Sie alle 7 Gaben des Heiligen Geistes problemlos aufzählen?

Es sind die Gaben der Weisheit, der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis, der Stärke, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht.

Was haben die 7 Gaben des Heiligen Geistes mit meinem Leben zu tun?

Nicht nur bei Jugendlichen stellt sich gleich die Frage, was dieser scheinbar abstrakte Punkt mit ihrem Leben eigentlich zu tun hat. Daher ist es sinnvoll, sich zu überlegen, wie wir die jungen Menschen in ihrer konkreten Lebenssituation und ihren Problemen „abholen“ und zeigen, dass die Frage nach einer gelungenen Lebensgestaltung eigentlich den Hauptpunkt der sieben Gaben darstellt.

Ich möchte mich mit den einzelnen 7 Gaben des Heiligen Geistes befassen und einige Impulse geben, wie man sich bei der Firmvorbereitung (aber auch für sich selbst) diesen Punkten nähern kann. Im Vordergrund werden einige wichtige Gedanken zu den einzelnen Gaben stehen, ich bringe aber auch Beispiele dafür an, wie man die einzelnen Themenbereiche methodisch, also „spielerisch“ aufarbeiten und somit bei der Firmvorbereitung ausprobieren kann.

Was die 7 Gaben des Heiligen Geistes bedeuten?

Die 7 Gaben des Geistes gehen auf den Propheten Jesaja zurück. Im Kapitel 11 verheißt er angesichts der zahlreichen Könige des Volkes Israel („aus dem Hause Davids“), die schwach waren, ihre Macht missbrauchten und sich von Gott abwandten, das Kommen des Messias. Dieser neue König sollte die Beziehung zwischen Gott und seinem auserwählten Volk wiederherstellen. Das Volk Israel sehnte sich nach der Stärkung dieses Bundes. Die Könige David und Salomo waren das Vorbild von starken, klugen und gläubigen Königen.

Der von Jesaja angekündigte Messias sollte aus dem Hause Davids stammen, also an diese herrlichen Zeiten anknüpfen. Jesaja nennt den Vater des Königs David, Isai, auf den dieses Geschlecht zurückgeht. Die einleitenden Worte: „Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, / ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht“ (Jes 11,1) kennen wir aus den Lesungen, die in der katholischen Kirche üblicherweise im Advent vorgetragen werden.

Von 6 zu 7 Gaben des Heiligen Geistes

Der angekündigte Messias wird vom Geist Gottes, also vom Heiligen Geist, bestärkt. Jesaja nennt sechs Gaben, die paarweise erscheinen und drei unterschiedliche Aspekte beleuchten:

Weisheit und Einsicht: Diese Eigenschaften beziehen sich auf die menschlichen Charakterstärken des Königs;
Rat und Kraft: Diese Eigenschaften zeichnen die Amtsführung des Königs aus;
Erkenntnis und Furcht des Herrn („Gottesfurcht“): Diese Eigenschaften verweisen auf die religiöse Haltung, die Beziehung zu Gott In den späteren Bibelübersetzungen wurde auch eine 7. Gabe, die Frömmigkeit, hinzugefügt, woraus sich in der katholischen Theologie die Lehre von den 7 Gaben des Heiligen Geistes entwickelt hatte.

Verbindung zwischen uns und Gott

Was heißt das nun? Der Heilige Geist wirkt nicht nur im Messias, sondern in jedem Menschen, der an Gott glaubt und sein Leben so gestaltet, dass Gott darin einen zentralen Platz einnehmen kann. Da wir nicht unfehlbar und perfekt sind, können wir nicht aus eigener Kraft zu Gott gelangen, sondern wir können darauf vertrauen, dass er uns dabei stärkt. Daher glauben wir, dass der Heilige Geist eine Verbindung zwischen uns und Gott ist und uns dauerhaft mit Eigenschaften ausstattet, die unsere Persönlichkeit im positiven Sinne verändern. Diese Eigenschaften, die uns prägen und uns bekräftigen, nennen wir „Gaben des Geistes“.

Termine zur Firmung

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