Zink – ein Musikinstrument

Zink ist ein chemisches Element“, werden Sie sagen.

„Richtig, aber Zink ist auch ein Musikinstrument“, werde ich ergänzen.

Schon in vorchristlichen Zeiten haben unsere Vorfahren auf Tierhörnern geblasen. Signalhörner waren das – aus Büffel-, Ziegen- oder Widderhorn. Irgendwann im Mittelalter kamen dann musikalische Menschen auf die Idee, diese konischen Blasinstrumente aus Holz nachzubauen und Grifflöcher hineinzubohren, was die begrenzte Naturtonreihe stark erweiterte. Fertig war der Zink.

Seine Blütezeit erlebte der Zink von der Mitte des 16. bis zum späten 17. Jahrhundert, besonders in Italien und Deutschland. Die Stedtpfeifer spielten ihn ebenso wie die bayerische Hofkapelle unter Orlando di Lasso. Das Spektrum reichte vornedran Kammermusik über die Hofmusik bis zur großangelegten Chormusik. Noch Johann Sebastian Bach setzte bei seinen Kantaten gelegentlich Zinken ein. In der Hoch-Zeit der Barockmusik gerieten die Zinken in Vergessenheit. Erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts im Zuge der Wiederentdeckung „Alter Musik“ gelang es, die Tradition des Zinkspiels neu zu beleben.

Live zu hören und zu sehen im Konzert der „Vier-Seen-Kultur“ kommenden Sonntag in Mondsee:

Konzert am 15. Mai 2022 um 16 Uhr in der Basilika. Norbert Brandauer leitet das Vokalensemble CorOsAnima mit den Solisten Marcia Sacha, Sopran,

Matthijs Lunenberg, Zink und Gottfried Holzer – Graf an der Orgel. Werke u.a. von Cl. Monteverdi, H. L. Hassler, Texte von Rainer Maria Rilke und Y. Menuhin.

EINTRITTSKARTEN gibt es im Vorverkauf zu € 20,00 / Tageskassa € 22,00 / Senioren € 15 / Schüler und Studenten € 10,00. Reservierung beim Tourismusverband Mondsee – Irrsee (info@mondsee.at), Tel. +43 (0) 6232 2270

Auf ein Wiedersehen am 15. Mai freut sich

Marie-Christin de Forestier

Hier noch ein kurzes Video zum Zink: https://youtu.be/uNOl0tPQdKI