O Weisheit aus des höchsten Mund

Unsere Abendgottesdienste in der Woche vor Weihnachten laden ein zu einem liturgischen Zugang auf dem Weg zur Krippe

Das Abendlob der sieben Tage vor Weihnachten, wie es im Rahmen des Stundengebetes “zu geprägten Zeiten” seit der Erhebung zur Basilika gefeiert wird, ist seit alters her (8. Jahrhundert) ausgezeichnet durch die kostbaren Antiphonen (Leitverse) zum Hochgesang des Magnificat.

Sie heißen O-Antiphonen, weil sie alle mit dem staunenden Ausruf “O” beginnen und in eine drängende Bitte münden: “O komm!” Die O-Antiphonen zeigen, wie tief der menschgewordene Herr seine Wurzeln in Gottes Geschichte mit seinem Volk hat. Jede Antiphon als Leitvers hebt einige dieser Wurzeln ans Licht:

17.12.     O Weisheit aus des Höchsten Mund
18.12.     O Adonai du starker Gott
19.12.     O Wurzel Jesse, Jesu Christ
20.12.     O Schlüssel Davids
21.12.     O Aufgang, Glanz der Ewigkeit
22.12.     O König, Sehnsucht aller Welt
23.12.     O Gott mit uns, Immanuel

Das Abendlob – die Vesper – beginnt jeweils um 18.00 Uhr im Altarraum der Basilika und wird nach dem aktuellen Feierbuch “Morgenlob – Abendlob” von Paul Ringseisen aus dem Jahr 2000 gestaltet. Im neuen Gesangbuch “Gotteslob” findet man  die Texte der O-Antiphonen in Liedform (GL 222 und GL 792).

“Wann immer mir es möglich ist, feiere ich die gesungene Vesper in der Basilika mit”, sagt Alt-Pfarrer Josef Aichriedler.
“Die Abendstimmung in der Basilika ist – gerade vor Weihnachten – etwas ganz Besonderes, wenn dazu die Psalmengesänge des Stundengebetes gemeinsam gesungen werden!”

Richard Schano