Gemeinschaft, Gebet, Gespräche, gutes Essen, Gaudi, Gastfreundschaft:

Das kennzeichnete die Fußwallfahrt nach Altötting 2021!

1. Tag von Mondsee nach Perwang

Pünktlich um 6.00 Uhr morgens versammelten sich am 16. September die TeilnehmerInnen vor der Altöttinger Madonna in der Basilika Mondsee. Nach einer kurzen Andacht marschierten wir los, zunächst gemütlich plaudernd und dann in Stille durch das wunderschöne Helenental. Zum Frühstück wurden wir beim Dorferwirt herzlich empfangen und so konnten wir gut gestärkt weiterziehen. Eine Andacht bei der Kapelle Lengroid (mit neugebautem Glockenturm!) und das Rosenkranzgebet rundeten den Vormittag ab. Die weiteren Stationen des ersten Tages waren ein köstliches Mittagessen beim Krämerwirt in Steindorf, eine herzliche Begegnung und stärkende Jause in Sprinzenberg und der Abschluss in der Kirche in Perwang. Die letzten Kilometer waren schon recht anstrengend, aber in der Gemeinschaft geht es sich gleich leichter. Das Wetter an diesem Tag war schon eine erste Gebetserhörung: Perfekte Temperaturen und kaum Regen und das trotz schlechter Prognose. Erst als alle sicher und warm in der Unterkunft waren gab es heftige Regengüsse!

2. Tag von Perwang nach Burghausen

Der Weg am zweiten Tag führte von Perwang nach Michaelbeuern und von dort durch das Ibmer Moor, wo manche den geschundenen Füße eine Schlammkur vergönnten. Wieder konnten wir uns zu Mittag gut stärken beim Essen im Gasthaus Schmidhammer in Werberg. Als wir uns am Nachmittag Hochburg näherten wurden wir mit festlichem Glockengeläut willkommen geheißen. So wurde auch diese Etappe fast mühelos überwunden. Schließlich fehlte nur mehr das letzte Stück nach Burghausen. Die letzten Meter sind wirklich ein besonderes Erlebnis, wenn auf einmal die Stadt mit der mächtigen Burganlage ins Blickfeld kommt! Eine Freude für die PilgerInnen war der Besuch von unserem Pfarrer Reinhard, der am Abend die Messe feierte und sich auch zur gemütlichen Runde gesellte.

3. Tag von Burghausen nach Altötting

Am dritten Tag hieß es wiederum: Treffpunkt um 6.00 Uhr morgens in der Kirche. Die andächtige Stimmung war wohl zum Teil auch auf die kurze Nacht zurückzuführen. Jedoch verflog die Müdigkeit schnell beim ersten steilen Anstieg zur Burg hinauf und eine gute Stunde später wurde das frühe Aufstehen mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt, der eine wunderbare Kulisse für die Geheimnisse des glorreichen Rosenkranzes („Jesus Christus, der von den Toten auferstanden ist“) darstellte. Schließlich kamen alle pünktlich und wohlbehalten in Altötting an, wo wir von der Bürgermusikkapelle und den Buswallfahrern empfangen wurden. Der Festzug zur Kirche war wirklich erhebend und da waren die Strapazen fast sofort vergessen. Bei traumhaftem Spätsommerwetter konnten wir im Anschluss an die Hl. Messe noch Musik der Bürgermusikkapelle hören und durch den Wallfahrtsort flanieren.

Der Abschied war schließlich herzlich und fast wehmütig – so eine gute Gemeinschaft ist in dieser kurzen Zeit gewachsen. Ich denke, dass jede und jeder zwar körperlich müde, aber innerlich bereichert und gestärkt nach Hause gehen durfte!

Dagmar Pfannhofer