20.20 Uhr: Vorhang auf für die Mondseer Orgeln!

Wissen Sie, wie viele schöne Orgeln es in den Kirchen der Pfarre Mondsee gibt?
Zwei? Drei? Es sind sage und schreibe sieben!

Wunderbare Orgeln, jede für sich ein eigener Charakter, sehr speziell im Klang, viele kleine und große Edelsteine, der Mondseer Orgelschatz sozusagen.  Die große Festorgel, die prächtigste und größte in der Basilika: Sie spricht französisch, das Französisch des 18. Jahrhunderts. Und auch ein bisschen Deutsch, denn obwohl sie aus dem Elsass stammt, gebaut nach den Prinzipien des berühmten Andreas Silbermann, integriert sie dennoch das ursprüngliche Pfeifenmaterial von Christoph Egedacher von 1676. Ein Unikat in Österreich!! In der Basilika finden Sie noch ein großes Orgelpositiv, eine diensteifrige Begleiterin für SängerInnen, fahrbar und beweglich, verlässlich und robust, und auch sie: französisch. Weit spezieller, ein bisschen italienisch, kann die kleine Truhenorgel ganz wunderbare filigrane, verspielte Töne von sich geben, und das in drei verschiedenen Tonhöhen, eine kleine Diva. Auf der Empore zwischengelagert, für den Betchor bestimmt, die kräftig–herbe kleine Schwester der großen Orgel, in ihrer (mitteltönigen) Stimmung wirkt sie mal besonders angespannt, mal ganz wunderbar entspannt (je nach Tonart) – original und originell eben! St.Lorenz beherbergt eine kraftvolle, ehrliche Elsässerin, die durchaus funkeln kann, aber auch eine gehörige Schärfe zu vermitteln vermag, ein bisschen bissig manchmal durchaus. Alles, was eine gestandene Kirchenorgel im ausgehenden 19. Jahrhundert können sollte, schafft die  Mauracher-Orgel des Hilfbergs: eine Salzburgerin in Alttracht, voluminös, mit vielen dunklen Grundstimmen – und mit liebenswertem Klappern, sozusagen unfreiwilligem Schlagwerk. Und als Neuzuwachs kommt in Loibichl eine lebendige Süddeutsche mit italienischen Ideen.

Neugierig geworden? Hoffentlich! Sechs Konzerte können Sie im Rahmen des Mondseer OrgelPunkts in der Basilika Mondsee erleben:

  1. “Haydn und Händel: Orgeln im Wettstreit” ist am 9. Juli 2021 das festliche Eröffnungskonzert mit Maria Holzer-Graf, Gottfried Holzer-Graf und Orchester.
  2. Am 10. Juli gibt es Orgel pur mit Werken von Grgny, Boely, Bach & Bach, gespielt von Helmut Binder (Dornbirn).
  3. Am 16. Juli trifft die Orgel auf Saxophon bei Werken von Grieg, Bozza und Piazzolla, gespielt von Alexandra Lassnig-Walder und Gregor Unterkofler.
  4. Weiter geht es am 17. Juli wieder mit Orgelwerken von Couperin, das heißt “Grazie französisch” mit Gottfried Holzer-Graf.
  5. Eine musikalische Begegnung zwischen Trompete und Orgel bringt das Konzert am 23. Juli, wo Vivaldi, Krebs und Purcell erklingen werden.
  6. Das letzte Konzert in der Basilika am 24. Juli widmet sich nochmal ausschließlich der Orgel, wenn Yi-Ting Wu-Mittermayer (Klosterneuburg) Werke von Pachelbel, Muffat und Bach erklingen lässt.

Zum Abschluss führt die OrgelLandPartie am 25. Juli zu den Orgeln in den Filialkirchen Loibichl (15.00 Uhr), St. Lorenz (16.30 Uhr) und Hilfberg (18 Uhr). Es singt die Sopranistin Sylvia Steiner-Span begleitet von Gottfried Holzer-Graf.

Der Eintritt ist (abgesehen vom Eröffnungskonzert) frei! Ihre freiwilligen Spenden helfen. Kartenreservierungen unter christiane.keckeis@aon.at.