Was für ein musikalisch beeindruckender Gottesdienst!!

Dank an unseren Kapellmeister Norbert Brandauer für die musikalische Gestaltung

Am Samstag, 17. April 2021 zelebrierte Pfarrer Ernst Wageneder mit sechs Ministranten einen musikalischen Abendgottesdienst in unserer Basilika. Die musikalische Gestaltung erfolgte unter der bewährten Leitung von Kapellmeister Norbert Brandauer, diesmal mit Mitgliedern des Pre-Collegs der Universität Mozarteum: junge Musiker mit hohen Ambitionen und bereits einem beachtlichen Können. Das Ensemble, bestehend aus zwei Violinen, Viola, Cello, Querflöte, Klarinette, drei Posaunen und mit Norbert Brandauer als maestro all’organo spannte einen weiten Bogen durch die Musik der letzten Jahrhunderte bis ins 21. Jh.

Zum Einzug hörten wir die drei Posaunen mit einer Sonata von Pavel Josef Vejvanosky (1633 -1693), danach den langsamen Satz aus Wolfgang Amadeus Mozarts Flötenquartett in D-Dur, KV 285.

Zum Gloria spielten die jungen Musiker das Menuett aus Mozarts „Kleine Nachtmusik“, nach der Lesung die berühmte und immer wieder berührende Air aus Johann Sebastian Bachs (1685 -1750) Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur, BWV 1068.

Zum Credo hörten wir die Sarabande aus Johann Sebastian Bachs Suite für Violoncello solo in d-Moll, BWV 1008, zur Gabenbereitung eine Sonata für drei Posaunen und Orgel von Daniel Speer (1636-1707). Das traumhaft schöne Larghetto aus Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinettenquintett in A-Dur, KV 581, erklang zu Credo und zur Kommunion ein Rondeau aus Mozarts Duo für Violine und Viola in G-Dur, KV 423.

Und damit verließen die Musiker Barock und Klassik und entführten uns mit bisher ungehörten, aber umso hörenswerteren Töne aus einem Klarinettensolo, geschrieben vom 1937 in Ungarn geborenen und an der Musikuni Graz lehrenden Bela Kovacs (*1937), gefolgt von einem Werk des Erfolgskomponisten Karl Jenkins (*1944) “God shall wipe away all tears”. Am Schluss wurde ein Monolog für Flöte Solo des 1991 in Salzburg geborenen und mittlerweile international renommierten Jakob Gruchmann präsentiert.

Sphärenklänge in unserer Basilika

Ich war vom Konzert sehr beeindruckt, das allgemeine Niveau war meines Erachtens nach hoch, insbesondere der zweite Satz des Klarinettenquintetts war technisch fein ausgearbeitet und mit hoher Musikalität vorgetragen. Mich persönlich haben die Kompositionen von Kovacs und Gruchmann in Atem gehalten. Ich kann nur hoffen, dass wir bald wieder einmal einen so interessanten und beeindruckenden Abendgottesdienst hören und danke Norbert Brandauer für das enorme Engagement. Die jungen Mitwirkenden wurden mit Recht mit viel Applaus bedacht.

Erwin Effenberger und Marie Christin Forestier