Warten und Hoffen

One Minute Homily – eine Minute Predigt von Pastoralassistentin Dagmar Pfannhofer

Geh zu meinem Knecht David, und sag zu ihm: Nun verkündet dir der Herr, dass der Herr dir ein Haus bauen wird. Wenn deine Tage erfüllt sind und du dich zu deinen Vätern legst, werde ich deinen leiblichen Sohn als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Königtum Bestand verleihen. Dein Haus und dein Königtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben; dein Thron soll auf ewig Bestand haben. (2 Sam 7,5.11-12.16)

Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. (Lk 1,30-33)

Welch eine lange Geschichte, welch eine lange Zeit des Wartens und Hoffens, die sich von Davids Plan, Gott ein Haus zu bauen, erstreckt bis zum Davidsohn aus Nazaret. Welch lange und verschlungene Wege, auf denen Gott schlussendlich sein Versprechen erfüllt, dass Er ein Haus bauen wird – in Jesus, seinem Sohn, dem Christus. Da war viel Durchhaltvermögen gefordert, da gab es auch viele Enttäuschungen und scheinbare Rückschläge. Aber es gab immer die Hoffnung, dass Gott treu ist und zu seinen Verheißungen steht. “Die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen.” (Röm 5,5a) Mit Hoffnung können wir auch Durststrecken und schwere Zeiten durchstehen. Welche Hoffnung trägt dich?
Dagmar Pfannhofer