Der geheimnisvolle Meister von Mondsee –
ein Ausflug mit dem Katholischen Bildungswerk

Im Sommer, genauer gesagt am 20. August, macht sich ein Dutzend kunstliebender Mondseer auf nach Wien zu einem sehr vergnüglichen, interessanten, lehrreichen Ausflug ins „Obere Belvedere“, um die Ausstellung „Der Meister von Mondsee“ zu besuchen. Eine Kunsthistorikerin des Belvederes führt uns mit fundiertem Wissen und viel Charme durch die Ausstellung. Was wir da nicht alles lernen!

Im Zentrum der Ausstellung steht das namengebende Werk des großen unbekannten Malers: Die Bilder eines spätgotischen Flügelaltars (um 1500), der einst in unserer Kirche stand. Von diesem verloren gegangenen Werk sind insgesamt acht Gemälde erhalten, die sich heute an drei Standorten befinden. Das Belvedere besitzt mit fünf Tafelbildern den größten und bekanntesten Bestand. Zwei Tafeln wurden von den Oberösterreichischen Landesmuseen aus Privatbesitz erworben, und eine befindet sich in den Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein, Vaduz–Wien. Erstmals werden sie nun alle wieder vereint und gemeinsam präsentiert. Neue Einblicke in die hohe Kunstfertigkeit des Meisters von Mondsee geben die detaillierten Unterzeichnungen, die durch strahlentechnische Aufnahmen (Infrarotreflektografien) in der Belvedere-Restaurierung ans Licht kamen und in der Ausstellung erstmals vorgestellt werden.

Für Kurzentschlossene: Die Ausstellung ist noch bis morgen, 13. September, zu sehen. Der sehr gut gestaltete Katalog kostet 19 €.

Wir stärken uns im Café und fahren mit Sonnenschein in der Natur und Sonnenschein im Herzen nach Mondsee zurück. Ein gelungener Tag, der mir in bester Erinnerung bleiben wird! Herzlichen Dank an alle Organisatorinnen, die uns diesen Ausflug ermöglichten!

Marie-Christin de Forestier