Was verwaltest du, Michael?

Ein Gespräch mit Michael Nußbaumer, dem neuen Verwalter der Pfarre Mondsee

Du kommst aus St. Georgen im Attergau, bist promovierter Jurist, hast im organisierten Sport gearbeitet und bist nun in der Pfarre Mondsee tätig. Was sind hier deine Aufgaben?

Hier bin ich vor allem für die Verwaltung und die Finanzgebarung zuständig, wobei ich nicht von der Pfarre, sondern von der Diözese angestellt bin und neben Mondsee von mir fallweise auch andere Pfarren bei Bedarf unterstützt werden.

Was sind die besonderen Herausforderungen?

Derzeit handelt es sich vor allem um Krisenmanagement. Die große Frage ist, wie wir die Pfarren in Oberösterreich so unbeschadet wie möglich durch die Corona-Krise bringen können. In Mondsee ist diese Herausforderung durch den Klosterladen und die touristische Ausrichtung besonders groß.

Wo willst du Akzente setzen?

Initiativen müssen ganz stark von der Pfarre und der Pfarrgemeinde selbst ausgehen. Ich kann unterstützend wirken und Abläufe vereinfachen. Die pfarrlichen Gruppierungen sollen durch meine Arbeit eine Erleichterung erfahren.

Welche Projekte liegen dir besonders am Herzen? Wo meinst du, gestalten zu können?

Ich denke, dass es Aufgabe eines Verwalters ist, Dinge zu übernehmen, die ehrenamtlich nicht mehr oder nur sehr schwer möglich sind. Und mir liegt generell das Thema Professionalisierung und Vereinfachung am Herzen. Damit sich eben die Pfarre selbst gestalterisch entfalten kann.

Wie wirkt sich die Corona-Krise finanziell auf die Projektplanung aus?

Das ist noch völlig ungewiss. Ob die Kirchendachsanierung starten kann, ist derzeit z.B. Thema von Gesprächen. Und auch die Schließung des Klosterladens durch Corona war und ist eine besondere Herausforderung.

Was gefällt dir an der Pfarre? Begegnen dir die Mondseer wohlwollend?

Es ist spannend, Mondsee und die Pfarre kennenzulernen. Als Auswärtiger kennt man Mondsee, hat aber auch einen ganz anderen Blick auf die Pfarre und die Basilika. Das ist in der täglichen Arbeit oft sogar förderlich und ich war überrascht, wie lebhaft und groß die Pfarre Mondsee insgesamt ist.

Zum Schluss noch die Frage nach deinen Hobbys?

Ich bin viel auf dem Rad und in den Bergen unterwegs. So oft es geht gemeinsam mit meinem Sohn. Und auch für außergewöhnliche Hobbys wie Skispringen bleibt immer wieder einmal Zeit.

Danke für das Gespräch. Viel Freude und Glück in Mondsee!

Interview: Marie-Christin de Forestier