Wie geht es weiter?

Kirchliches Leben nach dem Ende der Ausgangsbeschränkungen

Wir freuen uns, dass durch die schrittweise Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen wieder mehr an kirchlichem Gemeinschaftsleben möglich ist.
Unter Wahrung gesetzlicher Regelungen können wieder Gottesdienste gefeiert werden und sich pfarrliche Gruppen treffen und auch Sitzungen oder Besprechungen im überschaubaren Rahmen abgehalten werden.

Da die Gemeinschaft der in der Kirche Mitfeiernden noch nicht allzu groß sein kann und manche Personen bzw. Gruppen weiterhin aufgrund von Gesundheitsrisiken nicht am Gottesdienst teilnehmen werden, kann noch keinesfalls von „Normalität“ gesprochen werden.
Die Bischöfe haben deshalb die Befreiung von der Sonntagspflicht bis auf Weiteres verlängert.

Wie Bischof Manfred Scheuer schreibt, möchten wir auch ermutigen, „die in den letzten Wochen geübte Vielfalt an gottesdienstlichen und gemeinschaftlichen Ausdrucksformen des Glaubens beizubehalten. Kirche ist auch in diesen Formen lebendig und erfahrbar: in der Feier der Hauskirche in den Familien, durch die Präsenz in den sozialen Medien, durch Zeichen der Aufmerksamkeit für ältere Menschen, die allein in ihren Wohnungen sind.“ (Linzer KirchenZeitung vom 28.4.2020).

Im Folgenden haben wir die wichtigsten Hinweise und Regelungen für das kirchliche Leben in den nächsten Wochen zusammengefasst. Sie sind der Rahmenordnung der Österreichischen Bischofskonferenz und den Hinweisen der Diözese Linz für das gottesdienstliche Feiern und die pastoralen Tätigkeiten entnommen. Die detaillierten Ausführungen können Sie am Ende des Dokuments auch als pdf herunterladen.

Allgemeine Regelungen für Gottesdienste

  • Alle Gottesdienste werden in der großen Basilika gefeiert.
  • Die max. Anzahl der Mitfeiernden ergibt sich aus der Größe des Kirchenraums: 1 Person pro 10 m2 Gesamtfläche.
    Für die Basilika Mondsee sind das 170 Personen.
  • Als Eingang wird nur das Hauptportal verwendet. Dort stehen Desinfektionsmittelspender bereit. Als Ausgang dienen sowohl Haupt- als auch Seitenportal.
  • Zu anderen Personen, mit denen nicht im gemeinsamen Haushalt gelebt wird, muss ein Abstand von mind. 2 Metern eingehalten werden.
    Der Mindestabstand darf für notwendige und kurz andauernde liturgische Handlungen unterschritten werden.
  • Der Dienst von MinistrantInnen ist möglich.
  • Beim Betreten eines Kirchenraumes ist es Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) zu tragen (ausgenommen Kinder bis zum 7. Geburtstag).
  • Vor und nach den Gottesdiensten sollten größere Menschenansammlungen vor den Ein- und Ausgängen vermieden werden.
  • Große kirchliche Feste und Feiern, Pfarrfeste, Patrozinien, große Begräbnisse oder Hochzeiten können leider bis mindestens Ende August nicht in gewohnter Art und Weise gefeiert werden.
  • Wir appellieren zudem besonders an die Eigenverantwortung und einen klugen und vorsichtigen Umgang miteinander! Schützen wir uns nach wie vor gegenseitig – besonders aber jene, die zu den bekannten Risikogruppen gehören.

Hinweise zu Sakramenten

Erstkommunion und Firmung

Diese gemeinsamen Feiern werden in der Diözese Linz zumindest bis Juli 2020 ausgesetzt.

Trauung

Aufgrund der behördlichen Vorgaben und der Sorge vor einer überregionalen Ausbreitung des Virus ist die Teilnehmerzahl bei der Trauung, unabhängig von der Fläche der Kirche, vorerst weiterhin auf den engsten Familienkreis beschränkt (10 Personen).[1]

Buße

Die Beichte kann weiterhin nur außerhalb des Beichtstuhles stattfinden, sodass ein Abstand von mind. 2 Metern gewahrt werden kann.

Krankenkommunion, Viaticum und Feier der Krankensalbung

Diese wichtigen seelsorglichen Tätigkeiten sind möglich, müssen aber gut abgesprochen werden.

Begräbnis

  • Für die Begräbnisfeier am Friedhof muss die vorgegebene Teilnehmerzahl von derzeit max. 30 Personen eingehalten werden.
  • Für Gottesdienste davor oder danach in der Kirche gelten die oben ausgeführten Regeln (max. 170 Personen).
  • Größere Trauer- oder Gedenkgottesdienste müssen leider nach wie vor zu einem späteren Zeitpunkt geplant werden.

Taufe

Für die separate Feier einer Taufe gilt ebenso die Vorgabe, dass die Teilnehmerzahl vorerst auf den engsten Familienkreis (10 Personen) beschränkt ist.[2]
Es wird im Moment an einem Konzept gearbeitet, das zumindest in manchen Fällen eine Taufe mit mehreren Teilnehmern ermöglicht.

Hinweise zu anderen Formen kirchlicher Gemeinschaft

  • Treffen im pfarrlichen Kontext sind wieder möglich, sofern max. 10 Personen teilnehmen.
  • Personen der Risikogruppen müssen geschützt werden.
  • Die Hygienevorschriften müssen eingehalten werden, indem ein MNS verwendet wird und das Treffen in einem Raum stattfindet (oder im Freien), wo die Mindestabstände eingehalten werden können.
  • Beispiele für solche Treffen sind:
    • Sitzungen von Leitungsgremien auf Pfarrebene: Seelsorgeteam, PGR-Leitung, Fachausschüsse
    • Treffen von kleineren Gruppen der Katholischen Aktion, z.B. KFB oder KMB
    • Glaubensgespräche, Bibelrunden, Austauschrunden, etc.: Diese Form von Zusammenkünften im kleinen Format ist sinnvoll und soll in ausreichend großen Räumen stattfinden.
    • Treffen für die Glaubensbildung von MultiplikatorInnen, z.B. von Firmgruppen-LeiterInnen, Erstkommunion-Tischeltern, etc.
    • Veranstaltungen für die Erwachsenenbildung
    • Vernetzung und Absprache mit Verbänden und Vereinen
    • Kinder- und Jugendgruppen können stattfinden, wenn die Schule wieder ihren Betrieb aufnimmt
Detaillierte Richtlinien zum Download

[1] Auch standesamtliche Eheschließungen bleiben auf diese Personenzahl beschränkt. Dahinter steht die mit der Tatsache, dass an diesen Gottesdiensten oft auch Personen aus unterschiedlichen Gegenden des Landes teilnehmen, verbundene Gefahr, dass im Fall einer Infektion das Virus überregional gestreut wird und Infektionsketten nicht mehr nachvollziehbar sind.

[2] Siehe Trauung. Obwohl sich die feiernde Taufgemeinde in vielem von der zu einer Trauung versammelten Gemeinde unterscheidet, verbindet sie im Allgemeinen die Tatsache, dass Menschen, die üblicherweise nicht miteinander Gottesdienst feiern, in diesem Fall zusammenkommen und damit die Gefahr der Ausbreitung des Virus im Unterschied zu den regelmäßigen Gemeindegottesdiensten erhöht wird.