Es gibt Menschen, die sehnen sich nach vollbrachtem Fasching richtiggehend nach der Fastenzeit. Das Ende der schrillen Ball-Musik, der tanzunwilligen Männer oder das kaum verebbende Völle-Gefühl mit zuviel Alkohol naht mit dem Aschermittwoch und seinem Herings-Schmaus.
Für nicht wenige hält die Fastenzeit einige Wohltaten bereit,körperlich und geistig. Als das Fastenbier aus Bayern nach strapaziöser Anreise in Rom eintraf, erlaubte es der Papst ob seines grausligen Geschmacks sofort. Auch die Regel “Flüssiges bricht das Fasten nicht” wird immer noch angewendet. Also lassen wir uns halbe Portionen auftischen, verzichten zum Beispiel auf Alkohol oder planen eine Rohkost-Diät. Alles Vorhaben, die das Fasten für den Körper wohltuend gestalten. Die Diät-Assistentinnen sind voll des Lobes über soviel freiwilliges Abnehmen !
Da gibt es aber auch eine andere Dimension des Fastens, die Konzentration auf das Wesentlich Christliche : Sich selbst mit Gedanken zur Umkehr zu überraschen. Angebote gibt es genug, nicht zuletzt in der Pfarre Mondsee. Das Aschenkreuz wird am Aschermittwoch in den Gottesdiensten um 8 und 19 Uhr ausgeteilt. An den Sonntagen der Fastenzeit gibt es für unsere jüngsten Christinnen und Christen Kinder-Wortgottesfeiern mit Gestaltung der Osterkerze. Wie wäre es an den Fastensonntagen mit der Teilnahme an den meditativen Sonntagabend-Feiern (Komplet) bei Kerzenlicht und Psalmen-Gesang ? Gleich dreimal in der Fastenzeit lautet die Einladung des Bildungswerkes zu Vorträgen “Willkommen im Reich Gottes !” , gestaltet von unserer Pastoralassistentin (17.,24. und 31. März 20.00 Uhr).
Die Schola St. Michael lädt an den beiden Samstagen 14.März und 4.April zu den Fastengottesdiensten mit Gregorianischem Choral in den Chorraum der Basilika.
Machen wir in der Fastenzeit ganz persönlich den Schritt nach vorne, der uns zum Kreuz Jesu und zu seiner österlichen Auferstehung führt !
Richard Schano