Still ist sie schon lange nicht mehr, die Adventzeit in Mondsee. Auch unsere Basilika versteckt sich nicht hinter Verkaufsbuden und einem riesigen Weihnachtsbaum: Sie ist in den Wochen vor Weihnachten die allseits geschätzte und bewunderte Gastgeberin für musikalische Programme, die uns vom kommerziellen Geschehen davor loseisen wollen. Wenn es gelingt, die Weihnachtsmarkt+Punsch-Nomaden in die Kirche zu bringen, haben wir schon ein wenig missioniert.

Licht und Glanz stehen im Mittelpunkt des Programms des Sängerbundes am Nachmittag des ersten Adventsonntags. Am 13. Dezember s(w)ingt Maria samt Antonio Vivaldi und John Rutter , und am 17. Dezember gibt es ein Wiederhören mit den “Voices of Christmas” aus Oberösterreich. Alljährlich freuen wir uns auf den “Alpenländischen Advent” , heuer am Nachmittag des 3. Adventsonntags (15.Dezember).

Wenn es also in Erwartung des Erlösers in der Gestalt eines Kindes so viele Aktivitäten gibt, sollte man sich nicht wundern. Wenn man einen hohen Gast erwartet, ist viel vorzubereiten. Diese Erwartung auf das Kommen des Herrn ist für Sie das eigentliche Thema des Advents ? Dann bietet die Pfarre Mondsee das ersehnte Kontrastprogramm. Die besonderen Gottesdienste der Adventzeit laden dazu ein, zum Kern der Botschaft vorzudringen: Am Ende der Zeit wird Jesus die Schöpfung vollenden, wir singen voll Vorfreude auf das Fest seiner Geburt, und wir öffnen uns für seine Gegenwart im Heute.

Unsere Vorschläge reichen vom Besuch der frühmorgendlichen Rorate-Messen (Tauet, ihr Himmel, den Gerechten !) über die Anbetungsstunden vor dem Allerheiligsten (jeweils am Donnerstag) bis hin zu den stimmungsvollen Abendgottesdiensten im Altarraum der Kirche. Dann werden ab 17. Dezember die uralten O-Antiphonen angestimmt, und der Lärm bleibt vor der Tür.

Wenn die Turmbläser am 24.Dezember zur “Messe in der Heiligen Nacht” rufen, dann wissen wir: Ein ruhiges und friedvolles Weihnachten liegt vor uns.