musica sacra mondsee : Kleines FESTIVAL der Kirchenmusik

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musica sacra mondsee : Kleines FESTIVAL der Kirchenmusik

„Die Nacht ist kommen“ und mit ihr ein einzigartiges Musikerlebnis

Das Ensemble BachWerkVokal ist ein integraler Bestandteil des Salzburger Kulturlebens. Es erstaunt regelmäßig Kritiker und Musikliebhaber mit Aufführungen von überragender Qualität. Das Ensemble besteht aus einer aufeinander eingeschworenen Truppe von Vollprofis, die je nach Werk und Aufführung mit jungen Künstlern aus dem In- und Ausland erweitert wird. Aber natürlich hat es einen festen Kern und in dessen Mittelpunkt steht der junge, charismatische Gordon Safari, ein Musiker, der eine solide Ausbildung als Organist, Chorleiter und Dirigent erhalten hat und sich bereits einen Ruf im internationalen Konzertleben erarbeitet hat. Ein weiterer fester Bestandteil des Ensembles ist die junge Cellistin Hannah Vinzens, die ihr Konzertfachstudium am Mozarteum bei Enrico Bronzi unlängst mit Auszeichnung abgeschlossen hat.

Hannah Vinzens und Gordon Safari

Mit diesen Protagonisten trat „unser“ Richard Schano in Verbindung, um eine mögliche Zusammenarbeit zu erörtern. Überlegt man sich, wie intensiv vor einer Aufführung gearbeitet wird und mit welchen Kosten das verbunden ist, so liegt nichts näher, als die Anzahl der Aufführungen auszuweiten, kurz, was das BachWerkVokal in Salzburg oder anderswo aufführt, kann dann zu wesentlich günstigeren Konditionen auch in Mondsee angeboten werden. Und das ist keineswegs eine Einbahnstraße.

Wir wollen in Mondsee also ein „Festival der Kirchenmusik“, „musica sacra mondsee“ etablieren und haben einen ersten Versuch für ein zweitägiges Festival gewagt. Am ersten Abend, am Samstag, den 15.06. boten Hannah Vinzens mit Gordon Safari diesmal an der Kern – Orgel unserer Basilika eine Soirée Romantique mit romantischen Werken von Rheinberger, Mendelssohn und dem uns unbekannten Oskar Wermann (1840 – 1906) dar. Es gab aber auch einen überraschenden Ausflug in die zeitgenössische Musik: die Gramata cellam des Letten Peteris Vasks für Violoncello ermöglichte dieser großen Cellistin, jede Facette ihres Instrumentes zu zeigen. Der Klang des herrlichen Cellos, begleitet von dem einfühlsamen Organisten, schwang im Kirchenschiff und viele der Besucher, die an diesem Konzert, das uns unsere Gäste ohne Eintrittspreise zur Verfügung stellten, gingen fast schwebend nach Hause. Was sollen wir sagen? Eine technisch perfekte Aufführung, mit wunderschönem Klang und hoher musikalischer Intensität.

Am Sonntag präsentierte sich das BachWerkVokal. Unser Pfarrer begrüßte mit einfühlsamen Worten unsere musizierenden Gäste und die Besucher. Die Continuogruppe, bestehend aus Barockcello, Violone (dem Vorgänger unseres Kontrabasses) und Orgel begleitete Chor und Solisten unter der Leitung von Gordon Safari bei Werken von Bach, Gumpelzhaimer, Schein, Praetorius u.a., aber auch romantischen Komponisten wie Mendelssohn, Rheinberger und Max Reger.

BachWerkVokal auf den Stufen des Hauptaltars

Hervorzuheben ist die sehr überlegte Zusammenstel-lung der Werke mit den drei Abschnitten „Die Nacht ist kommen“, „Christe, der Du bist Tag und Licht“ und „Nun bitten wir den Heili-gen Geist“. Die bekannt schwierige Akustik in der Basilika schien für die Musiker inexistent, da gab es selbst bei hauchdünnem Pianissimo und tönendem Fortissimo eine fabelhafte Klarheit in der Stimmführung. Beeindruckend waren die solistischen Leistungen der Ensemblesänger. Das Publikum forderte zwei Zugaben.

Alle Besucher schienen sich einig zu sein, dass dieses Konzert zum Ruf Mondsees als kirchenmusikalischer Schwerpunkt der Region beiträgt.

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