Maria Aufnahme in den Himmel

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Maria Aufnahme in den Himmel

EIN JUNGES DOGMA - UND DOCH WIEDER NICHT

"Wir verkünden,erklären und definieren es als ein von Gott geoffenbartes Dogma, dass die unbefleckte,allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde."
(Papst Pius XII am 1.November 1950)

Nach eingehender Befragung der Bischöfe der Weltkirche wurde der oben zitierte Glaubenssatz 1950 für alle Katholiken verbindlich erklärt. Doch das Fest am 15.August ist schon viel älter: In der Ostkirche schon bald nach dem Konzil von Ephesus (431) aufgekommen, wurde der 15.August von Kaiser Mauritius (582-602) als staatlicher Feiertag anerkannt. In der römischen Kirche wird das Fest seit dem 7. Jahrhundert gefeiert.

In den Texten der Liturgie erscheint uns die Gottesmutter kraftvoll und unsentimental als starke Frau , als "großes Zeichen am Himmel". Maria ist die Verkörperung des Gottesvolkes. Die zwölf Sterne über ihrem Haupt erinnern an die zwölf Stämme Israels (1. Lesung). Im Korintherbrief wird bekannt, was an Christus und dann auch an Maria geschehen ist: Die Freiheit vom Tod . Für Jesus ist er überwunden durch die Auferstehung. Der Lobgesang Marias, das Magnificat , wird als Frohbotschaft verkündet und feiert die Größe Gottes,seine Macht,seine Barmherzigkeit und seine ewige Treue (Evangelium nach Lukas). Täglich singt die Kirche diesen berühmten Gesang im Abendlob (Vesper).

Die Kirchenmusik an diesem Festtag ist dem Frauen-Vokalensemble der Kantorei Mondsee mit kleinem Orchester anvertraut: Es erklingt Salzburger Kirchenmusik von Michael Haydn, seine "Missa Sti Aloysii".

Altöttinger Madonna in der Basilika St. Michael in Mondsee_(c)Kunstverlag PedaA



KRÄUTERSEGNUNG

In Mondsee wird der Brauch der Kräutersegnung zu Maria Himmelfahrt gepflegt. Diese Tradition geht auf die Überlieferung zurück,dass die Apostel nach der Entschlafung Mariens den Sarg der Jungfrau öffneten. Doch statt ihres Leichnams fanden sie Blumen und Kräuter,die herrlich dufteten. Dieses gedenken wird in der Kräutersegnung aufgegriffen.Die kleinen Sträußchen aus den verschiedensten Getreidesorten sowie aus heil- und Gewürzpflanzen sollen Gottes Segen ins Haus bringen. Teilweise finden die Buschen in den Herrgottswinkeln ihren Platz oder werden beim Räuchern verwendet,um Unwetter fernzuhalten.

Landwirte mischen sie unter das Futter,um die Tiere zu kräftigen, andere bereiten Kräutertees zu. Aber auch unter den Kopfpolstern der Ehebetten werden Kräuterbuschen versteckt, um das Eheglück zu erhalten...


 
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