Pfarre St. Michael Mondsee Pfarramt St. Michael Mondsee
Filialkirchen
 

Hilfbergkirche

Kirche St. Lorenz

Kirche Loibichl

Kolomanskirche

 

Wallfahrtkirche Mariahilf

 

Patrozinium: Maria Heimsuchung, 2. Juli
Standort: Mondsee, Hilfberg

Die Wallfahrtskirche Mariahilf war ursprünglich eine Ulrichskapelle die 1449 im Auftrag des Mondseer Abtes Simon Reuchlin im gotischen Stil errichtet, beziehungsweise erneuert wurde. Sie könnte sogar auf den Hl. Wolfgang zurückgehen, der ein Jahr im hiesigen Eigenkloster verbrachte und vom später heilig gesprochenen Augsburger Bischof Ulrich, zum Priester geweiht wurde.

Abt Cölstin Kolb lies 1706 die bestehende Kapelle im barocken Stil erweitern und auf dem Hochaltar von Meinrad Guggenbichler eine Kopie des berühmten
Maria-Hilf-Bildes von Lukas Cranach d.Ä. aufstellen. Das Original dieses Bildes befindet sich heute im Dom zu Innsbruck und die bekannteste Kopie davon wird in der Maria-Hilf-Kirche oberhalb Passaus verehrt.

Die Verehrung der Maria-Hilf-Bilder ging von Passau aus. Zur Zeit der größten Türkengefahr ist Kaiser Leopold I. mit seinem Hofstaat nach Passau geflohen und hat auch vor dem Maria-Hilf-Bild um den Sieg der christlichen Truppen gebetet. Die Errettung aus dieser Gefahr führte dann zu einem riesigen Schub für die Marienverehrung.

Der spanische Erbfolgekrieg und sein Näherrücken an das Mondseeland (1702) bewogen auch den Mondseer Abt um den Beistand der Gottesmutter zu bitten. Nach Ende der Gefahr löste der Abt sein Verlöbnis ein und begründete die Mondseer Marienwallfahrt.

Heute ist diese Kirche nach wie vor Ziel von Wallfahrergruppen, wird aber auch gerne als Hochzeits- und Taufkirche verwendet. Neben dem Hochaltar stammen zwei Seitenaltäre und die Kanzel aus der späten Schaffensperiode des großen Barockbildhauers.

Vom Vorplatz der Kirche hat man einen traumhaften Blick auf Mondsee, den See, Drachenwand und Schafberg.

 

Filialkirche Hilfberg: Außenansicht, Hochaltar von Meinrad Guggenbichler, Gnadenbild

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Filialkirche St. Lorenz

 

Patrozinium: Hl. Laurentius - 10. August
Standort: Gemeinde St. Lorenz

Der Bau der Laurentius-Kirche in St. Lorenz in ihrer heutigen Form wurde unter Abt Gerhard Stadler 1726 begonnen und unter dessen Nachfolger Bernhard Lidl fertig gestellt. Das einschiffige Langhaus überspannt ein Tonnengewölbe. Den Chor schließt eine gerade Mauer ab.

Die Kircheneinrichtung besteht aus drei Marmoraltären, die der Steinmetzmeister Georg Doppler aus Salzburg - Himmelreich geschaffen hat. Die Altarblätter schuf der Salzburger Maler Jakob Zanusi, der auch für die Stiftskirche gearbeitet hat. Auf der Westempore der Kirche steht ein Orgelpositiv, welches ursprünglich für den Betchor der Mönche bestimmt war. Die Doppelturmfassade erinnert an die Fassade der Mondseer Stiftskirche, die erst nach der Fertigstellung der Laurentius-Kirche errichtet wurde.

Die heutige Kirche ist nicht das erste Gotteshaus auf diesem Platz. Neben älteren Hinweisen wird hier 1486 erstmals eine Kirche in einem Grundprotokoll des Klosters erwähnt.

Diese Filialkirche war auch einige Jahre Pfarrkirche. Im Rahmen der josefinischen Kirchenreform wurde hier 1884 eine selbständige Pfarre errichtet, die aber bereits 1808 wieder aufgelöst wurde. St. Lorenz kehrte wieder zur Mutterpfarre Mondsee zurück.

 

Filialkirche St. Lorenz: Außenansicht, Innenansicht

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Filialkirche Loibichl
 

Patrozinium: Hl. Josef - 19. März
Standort: Loibichl, Gemeinde Innerschwand

Die Kirche in Loibichl gehört zu jenen Kirchen, die nach den Leiden des 2. Weltkrieges von Heimkehrern beider Weltkriege als Dank für die glückliche Heimkehr errichtet wurden. Besonders engagiert hat sich dabei der damalige Kaplan und spätere Pfarrer von Mondsee, Karl Krawinkler.

Bereits 1948 konnte die Kirche, die von Architekt Schweighofer geplant wurde, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung geweiht werden. Der Rundbau mit einem kleinen Türmchen in der Dachmitte steht am Rande des verbauten Gebietes. Der achteckige überwölbte Zentralraum und der halbkreisförmige Chorraum sind mit Fresken von Josef Mayrhuber ausgestattet, für die teilweise Bewohner von Innerschwand Modell standen.

 

Filialkirche Loibichl: Außenansicht, Innenansicht, Deckenfresko

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Kolomanskirche
 

Patrozinium: Hl. Koloman - 13. Oktober
Standort: Kolomansberg, Gemeinde Tiefgraben

Mit der Kolomanskirche am Kolomansberg besitzt auch die vierte zur Pfarre Mondsee gehörige Gemeinde, nämlich Tiefgraben, eine Kirche. Diese ist allerdings, in der Nähe des Berggipfels gelegen, von der Mondseer Seite aus nur zu Fuß zu erreichen.

Der heutige Bau stammt aus dem Jahre 1742 und ist in Holzbauweise errichtet. Die Grundfesten sind gemauert und das mit Schindeln gedeckte Dach hat einen kleinen Dachreiter als Turm. Die Wände sind außen ebenfalls mit Schindeln gegen das raue Bergwetter geschützt. Im Inneren sind die Baumstämme weiß getüncht.

Der kleine Barockaltar aus der Klosterkirche stand bereits seit 1692 in einem Vorgängerbau, der nach erhaltenen Aufzeichnungen bereits im Jahre 1658 von Abt Simon erneuert wurde.

Unterhalb der Kolomanskirche ist das Kolomansbründl erhalten, eine alte Heilquelle, die der Legende nach vom Hl. Koloman bei seiner Pilgerreise erweckt worden sein soll.

 

Filialkirche Kolomanskirche: Außenansicht, Gottesdienst mit Altbischof Dr. Zauner

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Alle Fotos: Herbert Riesner

 

 
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